Thomas Schommer 2008

Auch die Weißen werden vergehen, eher vielleicht als alle anderen Stämme. Fahret fort, Euer Bett zu verseuchen, und eines Nachts werdet Ihr im eigenen Abfall ersticken.           

Häuptling Seattle, 1855

 

Ich denke positiv und versuche im „Hier und Jetzt“ zu leben, was mir natürlich auch nicht immer gelingt. Viele Fakten zum Umgang mit unserer Umwelt machen mich nachdenklich, aber sie lähmen mich nicht. Ich habe, wie jeder von uns, jeden Tag die Möglichkeit, das Schicksal durch meine Gedanken, Entscheidungen und Taten zu beeinflussen.


Wir haben nur eine Erde!


Mit meinen Projekten möchte ich mich für eine nachhaltigere Lebensweise einsetzen. Gründe dafür gibt es viele.

Wir verbrauchen durch unsere Lebensweise zum Teil bis zu sechs Erden, um uns mit all den materiellen Gütern zu versorgen, von denen wir glauben, sie zu benötigen. Das möchte ich nicht länger. Nicht für mich, nicht für meine Kinder und nicht für das vielfältige und einzigartige Leben auf diesem wunderschönen Planeten.

Wir erfahren aus den unterschiedlichsten Bereichen, dass sich die Probleme dieser Welt häufen. Umwelt, Wirtschaft, Politik, Wissenschaft, Spiritualität, Gesundheit, Partnerschaft ... Wenn wir den Mut haben, hinzuschauen, sehen wir, dass sich etwas zusammen braut.

Mögliche Folgen, die mittlerweile auch von wissenschaftlicher Seite gesehen werden, zeichnen sich ab:

-      -  In 25 Jahren werden schätzungsweise bis zu drei Milliarden Menschen in Ländern leben, in denen es an Wasser mangelt oder Wasserknappheit herrscht.


-       - Die landwirtschaftliche Nutzfläche pro Kopf der Weltbevölkerung nimmt ständig ab. Im Jahre 2025 könnten bis zu eine Milliarde Menschen von Landknappheit betroffen sein.

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-       - Wenn die heutige Geschwindigkeit der Entwaldung anhält, wird die letzte bedeutende Regenwaldfläche innerhalb der nächsten 50 Jahre gerodet sein.


-       - Die Industrieländer sind heute für rund 60 Prozent des weltweiten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Im Laufe des frühen 21. Jahrhunderts wird voraussichtlich die Hälfte der Emissionen von den Entwicklungsländern produziert werden.


-       - Mindestens die Hälfte der heute etwa zehn Millionen Tier- und Pflanzenarten wird in den nächsten Jahrhunderten aussterben.


-       - Heute sind etwa die Hälfte der Weltbevölkerung Städter. In 35 Jahren werden zwei Drittel der Menschheit in Städten leben.


-      -  Ein Kind, das heute in einem Industrieland geboren wird, wird im Laufe seines Lebens mehr zur weltweiten Umweltverschmutzung und zum Ressourcenverbrauch beitragen als 30 bis 50 Kinder in einem Entwicklungsland.


-       - Die globale Klimaerwärmung wird in den nächsten Jahrzehnten verheerende Auswirkungen auf das gesamte Leben haben.

 

(Quellen: Umweltbundesamt, Bild der Wissenschaft, Greenpeace)

 

Wer sich mit diesen Themen auseinandersetzt, kommt schnell zu der wichtigsten Erkenntnis:

Durch technische und organisatorische Maßnahmen sowie durch Verhaltensänderungen lassen sich die Ursachen des Klimawandels spürbar mindern.

Allerdings ist es nicht damit getan, zu versuchen die Welt im Außen zu verändern, denn alles hängt zusammen und bedingt sich gegenseitig, davon bin ich überzeugt. Jeder Versuch, das Außen zu ändern, ohne an sich selbst zu arbeiten, wird scheitern. 

So wie sich ein Kind an der Herdplatte verbrennt, so muss auch uns erst das Wasser bis zum Hals stehen. Leider handeln wir in der Regel erst, wenn wir uns persönlich bedroht fühlen, z.B. durch Krankheit oder einen Unfall. Sobald die gefühlte Bedrohung vorbei ist, gehen wir wieder zur Tagesordnung über. 

In der gegenwärtigen Lage der Welt, ist jedoch jeder Einzelne aufgerufen, seine eigene Lebensweise zu überdenken Es liegt an uns, die Grenzen der eigenen „kleinen Egowelt“ zu durchbrechen und zu einer heilsameren Lebensweise zu finden. Im Innen wie im Außen. Wenn es uns nicht gelingt, im Guten einen Weg aus der gedankenlosen Verschwendung, hin zur existenziellen und energetischen Verbundenheit mit unserem Planeten bzw. des Universums zu gelangen, dann werden wir ernten was wir gesät haben. Wie auch immer das aussehen mag.

Ich versuche diesen Weg der Veränderung zu gehen und freue mich über Gleichgesinnte. Gemeinsam können wir handeln und „das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen” (Hermann Hesse).