Präsentation "Evolution 2012" von Sabine Ebert

Gliederung

                                                                 

1.     Die Idee „Evolution 2012“

         1.1 Aufbau einer Gemeinschaft

         1.2 Der ökologische Fußabdruck

         1.3 Ökologischer Landbau

 

2. Umsetzung an der Speicherer Mühle

         2.1 in Gemeinschaft leben

         2.2 ökologischer Landbau

         2.3 Einbindung in Programme des Naturcamps

         2.4 Erneuerbare Energien

         2.5 Übersichtsplan

         2.6 Best Practice: Ökodorf Sieben Linden

 

3. Ausblick und Realisierungschancen

Speicherer Mühle
  1. Die Idee „Evolution 2012“

 

Aufbau einer Gemeinschaft von Menschen, die eine ökologische und nachhaltige

Lebensweise verbindet


      •         an der Speicherer Mühle

•         Lebensweise: ökologischer Fußabdruck = 1 oder 2,1 gha (also 1 Erde)

•         Mit ökologischem Gartenbau zur „Selbstversorgung“

•         Nutzung von alternativen Energien

•         Vermittlung von Naturerlebnis

•        in Absprache mit den Bewohnern

 

1.1 Aufbau einer Gemeinschaft   

         

•    Jeder Mensch trägt den Wunsch nach Gemeinschaft in sich

•    Das „Sich-Finden“ und das Zusammenwachsen zu einer Gemeinschaft ist ein langer Prozess, der von den Gemeinschaftsmitgliedern selbst gestaltet werden muss


Es kann ein Grundkonzept erarbeitet werden mit gemeinsamen Zielen und Schwerpunkten sowie Regeln der Kommunikation und Entscheidungsstrukturen.


Häufige Merkmale ökologischer Gemeinschaften:

–       nachhaltige Lebens-und Wirtschaftsweise

–       zusammen leben und kollektiv arbeiten

–       teilweise gemeinsame Ökonomie

–       Entscheidungsfindung im Konsens

–       Aufbau von herrschaftsfreien Strukturen

1.2 Der ökologische Fußabdruck 

 

Der ökologische Fußabdruck im internationalen Vergleich in gha /Erden:

 

Welt:                            2,6 gha / 1,2Erden

Vereinigte Emirate:     11,9 gha / 5,7 Erden

USA:                            9,6 gha / 4,5 Erden

Deutschland:               4,5 gha / 2,1 Erden

Afrika:                         1,1 gha / 0,5 Erden

Indien:                          0,8 gha / 0,3 Erden

 

Ziel: Verbrauch von 2,1 gha (eine Erde)


•     Hauptgedanke : Wirtschaften im Einklang mit der Natur

•     Der landwirtschaftliche Betrieb wird dabei als Organismus gesehen mit den Bestandteilen

-       Mensch

-       Tier

-       Pflanze

-       Boden

 

Ziel:  möglichst geschlossener Nährstoffkreislauf


         Dazu soll:

- Futter- und Nährstoffgrundlage der eigene Betrieb sein

- die Bodenfruchtbarkeit erhalten und vermehrt werden

- Tiere artgerecht gehalten werden

         

1.3 Ökologischer Landbau

 

•         Verzicht auf chemisch-synthetische Mittel beim Pflanzenschutz

•         Anbau wenig anfälliger Sorten in geeigneten und abwechslungsreichen Fruchtfolgen

•         Einsatz von Nützlingen

•         mechanische Unkraut-Bekämpfungsmaßnahmen wie Hacken und Abflammen

•         Düngen mit Mist oder Mistkompost und allen natürlichen Düngestoffen

•         Pflege der Bodenfruchtbarkeit durch ausgeprägte Humuswirtschaft

•         keine Verwendung von chemisch-synthetischen Wachstumsregulatoren oder von Hormonen

•         begrenzter, streng an die Fläche gebundener Viehbesatz

•         Fütterung der Tiere möglichst mit hofeigenem Futter, wenig Zukauf von Futtermitteln; weitgehender Verzicht auf Antibiotika

2. Umsetzung an der Speicherer Mühle


2.1 In Gemeinschaft leben:

 

    Vorstellbar:

- Gründung einer Genossenschaft oder eines Vereins zur Regelung der finanziellen und rechtlichen Bereiche

- Startkapital stellen die Mitglieder

- Schaffung von Wohnraum

- Miete der Nachbarhäuser

- später evtl. Arbeiten innerhalb der Siedlungsgenossenschaft


2.2 ökologischer Landbau

-         Bewirtschaftung möglicher Flächen

-         Verwendung von ökologischem Saatgut

-         Verwendung von ökologischen Düngemitteln

-         Artgerechte Tierhaltung

-         Zukauf von Bio-Produkten aus der Region

-         Sukzessive Flächenerweiterung je nach Mitgliedern

2.3 Einbindung in Programme des Naturcamps

- Nachhaltige Lebensweise in spezielle Seminare oder Programme einbauen um Interessierten Einblicke zu ermöglichen

- Verkauf von überschüssigen Lebensmitteln über das „Bistro“

- Mitarbeit von Gästen im alltäglichen Betrieb   

 2.4 Erneuerbare Energien


- Nutzung der Wasserkraft der Kyll

- evtl. auch Geothermie

- ökologische Lehm- , Stroh- oder Holzbauweise für neu zu errichtende Gebäude

 

2.5 Übersichtsplan

Übersichtsplan Speicherer Mühle: Phase I
Übersichtsplan Speicherer Mühle: Phase II

2.6 Best Practice: Ökodorf Sieben Linden

•         eine sozial-ökologische Modellsiedlung mit über 100 Bewohnern in Sachsen-Anhalt

•         Das Ökodorf Sieben Linden besteht seit 1997

•         besitzt 81,5 ha Land (Wald, Bauland, Ackerland)

•         Eingeteilt in 5 „Nachbarschaften
 
Es wird eine weitgehende Selbstversorgung in möglichst vielen Lebensbereichen angestrebt.

Mehr unter: www.siebenlinden.de

3. Ausblick und Realisierungschancen

Die Suche nach Gemeinschaft nimmt bei den Menschen wieder zu, aber es wird nach Einschätzung vieler Experten sehr schwierig „Gleichgesinnte“ zu finden. Grundsätzlich stehen vier Wohnhäuser kurz- bis mittelfristig zur Verfügung. Es ist natürlich auch denkbar, dass Menschen, die in unmittelbarer Umgebung leben, am Projekt teilnehmen ohne direkt vor Ort zu wohnen.