Die Speicherer Mühle liegt im südlichen Kylltal

 

Die Kyll bildet sich im Zitterwald aus drei Quellbächen bei Losheimergraben an der deutsch-belgischen Grenze. Einer der Quellbäche entspringt im belgischen Teil des Dorfes Losheimergraben im Keller des Hotels Schröders. Die ersten Kilometer fließt die Kyll durch das Bundesland Nordrhein-Westfalen. Danach erreicht sie das Gebiet des Bundeslandes Rheinland-Pfalz, das sie bis zur Mündung in die Mosel nicht mehr verlässt. Im oberen Teil bildet das Kylltal die natürliche Grenze zwischen Zitterwald und der südlich gelegenen Schnee-Eifel. Die Route führt, von der Quelle aus gesehen, zunächst durch die Nordeifel mit ihren Talsperren und Seen. Danach erreicht sie die von den Urgewalten geprägte Vulkaneifel und schließlich die Südeifel mit ihren typischen Streuobstwiesen und zerklüfteten Felsformationen des Bitburger Gutlandes. Im Unterlauf beeindruckt sie durch eine fast unberührte Auenlandschaft. Die Route an der Kyll bietet neben dem Naturerlebnis des Kylltals auch eine ganze Reihe kultureller Aspekte. Von den Burgen und Schlössern, über die historischen Techniken von Wassermühlen, Eisengewinnung und Töpferei bis zu den vielen interessanten Orten und Städten. Neben den mittelalterlichen Orten ist die Römerstadt Trier sicher das kulturelle Highlight der Route.

 

Erste Ansiedlungen

 

Wann genau die ersten Häuser entstanden, konnte nicht mit Sicherheit nachvollzogen werden.  Die beiden ersten Häuser, die gebaut wurden, waren  jedenfalls die Speicher-Mühle (Bann-Mühle, heutiger Besitz der Fam. Richarts) und das „Haus des Fährmannes“ (heutiger Besitz von Thomas Schommer).

 

„Haus des Fährmannes“

 

Laut Recherchen der Familie Franzen wurde das Haus (Speicherer Mühle 4) von einem frühen Vorfahren Anfang des 17. oder Ende des 16. Jahrhunderts erbaut. Erwiesen ist, dass der Besitzer des Hauses im 17. Jahrhundert eine Fähre betrieben hat. Der Wasserstand der Kyll lag wohl zu dieser Zeit weit über dem heutigen Stand.

 

Speicher-Mühle ("Bann-Mühle")

 

Die Speicher-Mühle wird bereits im Jahre 1513 erwähnt. 1724 bestand sie aus drei Mahlgängen. Außerdem war eine Öl- und eine Schneidemühle, also ein Sägewerk, in Betrieb. [...] Die Speicher- Mühle wurde als "domkapitularische Bann-Mühle" bezeichnet, zu der alle Bewohner von Speicher und von Beilingen bei Strafe verpflichtet waren, ihr Getreide dort mahlen zu lassen. [...] Im Volksmund hieß die Mühle über viele Jahrzehnte hin auch "Kappes-Mühle", benannt nach der Betreiberfamilie Kappes, die ab 1777 in der Speicher-Mühle tätig war. Die Familie betrieb bereits die Mühle im Weiler Kyll an der Kyll. 1777 wird Matthias Kappes als Müller erwähnt. [...] Der Betrieb von Ölmühle und Sägewerk war bereits Mitte / Ende des 19. Jahrhunderts eingestellt worden. Zur Nutzung der Wasserkraft wurden bis 1950 die in zwei Gebäuden untergebrachten Mahlwerke mit mehreren, zeitweise vier unterschlächtigen Wasserrädern angetrieben. 1950 wurden diese durch eine kleine Turbine ersetzt, die auch Elektrizität für den Haushalt und für die Nachbarn produzierte. Seit 1964 nutzt eine größere Turbine die Wasserkraft, hauptsächlich um Strom zu erzeugen, der in das Netz des Rheinisch-Westfälischen- Elektrizitätswerks eingespeist wird.

 

Heutige Nachbarschaft

 

Zurzeit sind 9 Häuser bewohnt. Aus südlicher Richtung kommend sind das:       


1. Haus                       bewohnt

2. Haus                       bewohnt

3. Haus                       bewohnt - eine Anliegerwohnung ist noch frei

4. Haus                       bewohnt

5. Haus                       Besitz von Fam. Wolfers T. - zurzeit vermietet

                                   - steht mittelfristig zur Vermietung für das Projekt zur Verfügung

6. Haus                       Besitz von Fam. Wolfers J. - zurzeit vermietet

                                   - steht mittelfristig zur Vermietung für das Projekt zur Verfügung

7. Haus                       bewohnt

8. Haus                       bewohnt

9. Haus                       bewohnt